Rachelle Nkou

 

LESEN MAGAZIN 1704 / ORELL FÜSSLI THALIA AG  (AUSZUG WERBUNG)

Liebe Leseratten 

Ich bin voll auf Sy Montgomerys Welle!

Während Markus in seiner Kindheit von Tier-Albträumen gequält wurde, war ich felsenfest davon überzeugt, dass jedes Tier, auch Stofftier, eine Seele und Superkräfte hat. In meinen Kinderträumen waren sie stets meine Retter. An eine Krake erinnere ich mich dabei jedoch nicht – oft Vögel, meist Katzen... 

Letzteren haben sich auch die schreibenden Schweizer Zweibeiner Hermien Stellmacher und Joachim Schulz verschrieben. In ihrem Katzenratgeber „Was wir von Katzen lernen können“ erfahren wir von A-Z, wie man trotz aller Widrigkeiten eng mit diesen prätentiösen Geschöpfen zusammenleben kann. 

Ihr Ratgeber offenbart mit viel Humor, wer sich hier wen hält und zu welchen Bedingungen. Die Goes und No-Goes in der Katz-Mensch-Beziehung werden auf spitzer Kralle serviert. Dabei kommt es zu witzigen Wortschöpfungen wie etwa Katerstrophe, Flatterhappen und Traumsauger.  

Wichtig! Diskriminierung wird auch in der Fauna gross geschrieben. Fühlen sich doch unsere Samtpfoten bei Worten wie Katzenjammer oder dem berüchtigten «Kater-haben» respektlos behandelt.  

Was wir von Katzen lernen können, beschränkt sich aber nicht auf «political correctness». Die Katzenperspektive reicht vom alten Ägypten (die Katze als Gottheit) über die Anarchie in den 1970er- und 1980er-Jahren («We don’t need no eductation, we don’t need no thought control!») bis hin in eine Zukunft der Katzen-Weltherrschaft, in der Internet Catnet heisst, und endlich auch wir Menschen begreifen, dass wir ohne Diät und Turbokarriere schön und wertvoll sind. Und zwar alle! 

Miau Miau

Eure Rachelle  


Wie wir Katzen die Welt sehen

Hermien Stellmacher, Joachim Schulz

129 Seiten, CHF

Insel